F 14 Tomcat (Offshore)

Spannweite 106 cm
Gewicht 1470 g
Antrieb 2x Speed 480 BB Race/ Wemotec MF 480
Akku 10 x TS 1950 FAUP
Regler/Servos LRP 38-6-12/ 2 x Hitec HS 81
Empfänger ACT DSQ 8

             

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Mein derzeit wichtigstes Bastelobjekt für den Winter 2002/ 2003 war die F14 von Offshore aus Bremen. Die Firma Offshore liefert Baupläne und die wichtigsten Teile, wie CNC- Spanten und tiefgezogene Kabinenhauben, von guter Qualität. Es muss aber gesagt werden, dass diese Modelle etwas für den anspruchsvollen Modellbauer sind, d.h. es ist schon ein bisschen Erfahrung und Phantasie erforderlich, um mit den Plänen und der Beschreibung zurechtzukommen.
In vielen Foren wurde sich beschwert, dass die Anleitung zu ungenau ist und teilweise unverständlich. Ich kann mich dieser Meinung nicht anschließen, sofern es die F 14 betrifft. Die Anleitung ist zwar etwas spärlich gehalten, aber die wichtigsten Dinge sind soweit ausreichend erklärt.

Zum Modell:

Laut Herstellerangaben soll das Modell ca. 1400 g wiegen und mit 2 Wemotec Minifans inklusive Speed 480 betrieben werden. Leider ist der Durchmesser für die Fans nur 60 mm, so dass die beiden Minifans mit ihren knapp 70 mm Durchmesser nicht ohne Umbauen verwendet werden können.
Welche Veränderungen ich gegenüber der Offshore-Originalversion vorgenommen habe, kann man in meinem Baubericht nachlesen.

Fliegen:

Nach mehrmonatiger Bauphase war es nun soweit, dass Wetter war gut und somit konnte der Erstflug erfolgen. Zu Hause wurden noch einmal alle Einstellwerte überprüft und dann ging es ab auf den Flugplatz. Nachdem ich mich mit einem anderen Modell warmgeflogen hatte, kam der große Moment. Etwas Sorge hatte ich wegen der Schwerpunktangabe des Konstrukteurs. Wie man in einigen Foren nachlesen konnte, hatten die meisten Modellbauer, die Offshore Modelle gebaut hatten, ein massives Problem mit dem Schwerpunkt. Ich hoffte nun, dass mir das Schicksal der Anderen erspart bleiben würde und machte die Tomcat startklar.
Nachdem die Startbedingungen optimal waren, gab ich die Tomcat mit dem Fußauslöser frei und sie schoss mit hoher Geschwindigkeit davon. Leider nicht so wie ich es mir gedacht hatte. Da der Konstrukteur die Position des Startharkens in der Nase vorgesehen hatte und dies mir schon zu weit vorn erschien, entschloss ich mich, den Starthaken hinter dem 2. Spant zu positionieren. Irgendwie war diese Einbaulage aber immer noch zu weit vorn, so dass das Modell erst einmal ein paar Meter über den Boden rutschte. Durch beherztes ziehen am Höhenruder konnte die Tomcat aber dennoch abheben und stiegt sauber davon. Während des Fluges zeigte sich eine starke Tendenz zur Kopflastigkeit, was nur durch voll gezogenes Höhenruder ausgeglichen werden konnte. Also erst einmal sicher Landen und nach und nach den Schwerpunkt erfliegen. Obwohl ich genau nach Plan gebaut habe und alle Einstellwerte stimmten, liegt der Schwerpunkt fast 2 cm hinter der Bauplanangabe. Dass die Tomcat nicht abgestürzt ist, habe ich eigentlich nur den guten Langsamflugeigenschaften zu verdanken. Leider sind durch einige konstruktive Mängel ein paar Umbauarbeiten notwendig, so dass erst einmal wieder Bauen angesagt ist, um die letzten Fehler der Tomcat auszubügeln.

Fazit:

Das Flugbild und der Sound der Tomcat kann man wohl als einmalig beschreiben und mit der Standartmotorisierung sind passable Flugzeiten, sowie ein originalgetreues Flugbild zu zu realisieren. Leider müssen noch einige Veränderungen vollzogen werden, bis ich in den vollen Genuss dieses  Fliegers kommen werde.

Flugbilder (Bild 1, Bild 2)