Mustang P 51D von RBC-Kits

Spannweite 110 cm
Gewicht 1200g
Antrieb Typhoon Micro 15/10 / LS 9x6 (Klappluftschr.)/ Typhoon 29/12/10
Akku 8S CP1600/ 3S2P Konion 1100
Regler/Servo Jeti 30 A / 2 x D 60(Quer) 1x HS 81 (Seite)

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Die Mustang von RBC-Kits war eigentlich das erste Modell dieser Firma. Der Holzbaukasten bestand aus gefrästen Holzteilen und einen Übersichtsplan mit 1:1 Darstellung der Flächenansicht von oben. Mehr ist auch nicht nötig. Der Bau geht recht schnell voran, da die Mustang doch etwas eckiger als das Original gehalten wurde. Die Qualität des mitgelieferten Balsaholzes war im Nachhinein mehr als enttäuschend. Als der Rohbau fertig war, wollte ich das Modell mit Japanpapier bespannen und anschließend lackieren. Dadurch, dass das Holz wahrscheinlich sehr lange gelegen hat, war es entsprechend ausgetrocknet. Dies führte dazu, dass kurz nachdem das Japanpapier aufgebracht wurde, sich die Beplankung der Flächen sehr stark gewellt hatte und teilweise erneuert werden musste. Seit dieser Erfahrung werden die Balsaholzteile mindestens drei mal mit Einlassgrund auf Nitrobasis vorbehandelt. Die Lackierung erfolgte wie auf den Bildern zu sehen ist mit Humbrol Farben aus dem Modellzubehör (Danke noch einmal an Kalle, der das Modell so Fotogen in die Kamera gehalten hat).
Das einzige was ich an der Konstruktion verändert habe, war der Zugang zum Akkuraum. Dieser sollte über die Öffnung der Fläche erfolgen. Da ich aber keine Lust hatte, jedes mal  die Fläche zum Akkuwechsel zu demontieren, habe ich den Zugang unterhalb der Cowling bewerkstelligt. Dies war auch gut so, da man so noch an den Motor heran kam um diesen zu wechseln, was leider auch mehrmals nötig wurde.

Nachdem der Bau abgeschlossen war, konnte es an den Erstflug gehen. Dieser fand bei etwas leichter Briese statt. Die Mustang wurde hinter der Flächenwurzel am Rumpf gehalten und mit einem leichten Schubs ihrem Element übergeben. Bis auf eine leichte Schwanzlastigkeit und zu große Querruderausschläge flog die Mustang von Anfang an sehr gutmütig und vertraut. Die Querruderausschläge wurden reduziert und eine Querruderdifferenzierung brachten einen sauberen Kurvenflug mit sich.
Da beim Anfang noch die schwereren Nickel-Cadmium Zellen verwendet wurden, war der Landeanflug eine ziemliche Herausforderung. Der Gleitwinkel der Mustang war mit dem Gewicht von ca. 1200g recht lang. Dadurch wurde per Mischer die Querruder zum Landen 10mm auf hoch gestellt und etwas Tiefe mit dazu gemischt. So konnten die Landungen zielgenau erfolgen.

Leide erwies sich der empfohlene Motor als nicht besonders Standfest. Folglich wurde er gegen einen etwas leistungsfähigeren Typhoon 29/12/10 mit einer Klappluftschraube 10x6 ausgetauscht. Auch wurden die schweren Nickel Cadmium Akkus gegen Litium-Ionen Akkus ausgewechselt. Dadurch konnte das Fluggewicht noch einmal um ca. 100g verringert werden, was den Flugleistungen zu gute kam.

Mittlerweile ist die Mustang nach sehr vielen Flügen in den Besitz meines Fliegerkameraden Karsten gegangen. Dieser "verpasst" der Mustang ein neues Finish und diverse kleinere Veränderungen.