F 18 Hornet (Het RC)

Spannweite 700 mm
Gewicht 1270g
Antrieb 1 x Velkom VM 2020/20 / MF 480
Akku 10 x TS 1950 FAUP
Regler/Servo LRP/ 2 x Hitec HS 81 MG

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Auf der Suche nach einem einfachen Impellerjet, mit dem man auch mal bei nicht ganz so optimalem Wetter fliegen kann, bin ich in deutschen und amerikanischen Foren auf die Het RC F 18 gestoßen. Da die Meinungen über dieses Modell recht positiv ausgefallen sind, wurde im Sommer 2004 dieser ARF Bausatz bei der Fa. Modellbau Steinhardt bestellt. Eine so schnelle Lieferung (Montag nachmittag bestellt und Dienstag vormittag geliefert) und eine sehr freundliche Beratung, hatte ich selten erlebt.

Nachdem ich den Baukasten in den Händen hatte, konnte sofort mit dem Bauen (eher Teilezusammenfügen) begonnen werden. Da der Vorfertigungsgrad sehr hoch war, dauerte die Montage auch nur ein paar Stunden. Die Bausatzqualität konnte beim ersten Betrachten als sehr gut bezeichnet werden, lediglich die Bauanleitung mit den unscharfen Fotos und dem "Englisch-kauderwelsch" trübten den bis dahin gewonnenen Eindruck. Aber egal, nach einigen Überlegungen war alles kein Problem und so stand dem Erstflug nichts mehr im Wege.

Der Erstflug fand an einem schönen windstillen Sommerabend statt. Nachdem ich mit einem anderen Jet erst einmal "rumgedüst" bin, wurde die F 18 auf die Rampe gestellt und zum Start vorbereitet. Da ich immer ein wenig Bammel beim Erststart eines neuen Modell habe (man weiß im Voraus ja nie, ob der Schwerpunkt, Ruderausschläge usw. stimmen) waren die beruhigenden Worte meines Vereinskameraden Ralf sehr hilfreich. Also die Sicherung des Startgummis entfernen und ein beherzter Tritt auf den Auslöser. Die F 18 stieg sauber weg und hing auch sehr gut am Knüppel. Die Zweifel hinsichtlich Schwerpunkt und Ruderausschläge erwiesen sich als gegenstandslos. Zur Landung kann man die F 18 sehr langsam machen und aushungern. Leider hat sie die Unart, beim Landeanflug sehr "schwammig" zu werden. Dies liegt an dem zu großen Spiel in der Taileronanlenkung. Da mir die originale Folienbespannung (die im Übrigen sehr sauber ausgeführt war) nicht so richtig gefallen hat (ständige Blasenbildung mit anschließendem Nachbügeln) entschloß ich mich, die Bespannung zu entfernen und das Modell mit Glasgewebe und Epoxy zu Laminieren. Einen schönen Lackiervorschlag fand ich im Internet. Die Tigermeetlackierung passt wirklich sehr gut zum Modell. Ein weiterer Nebeneffekt ist, dass die Fluglageerkennung sich dadurch verbessert hat. Bei dieser Gelegenheit wurde auch gleich die Anlenkung der Tailerons, mittels Kugellager, verbessert. Dadurch konnte das Spiel in der Anlenkung deutlich reduziert werden und die Leichtgängigkeit wurde auch verbessert. Weiterhin wurde der Einfaufkanal geglättet und die Einlauflippen besser gerundet. Diese Maßnahmen wirkten sich sehr positiv auf die Flugeigenschaften, besonders im Langsamflug aus.

Fazit:
Wenn man ein Modell sucht, ohne viel Bauaufwand zu betreiben, welches dazu noch stressfrei geflogen werden kann, so ist man mit der F 18 auf der sicheren Seite. Wie gesagt, der einzige Kritikpunkt meiner Meinung nach  ist, das zu große Spiel in der Anlenkung, was sich aber ohne weiteres beheben lässt. Wer aber einen Hochgeschwindigkeits- Jet erwartet, der wird sicherlich von diesem Modell enttäuscht sein. Die Stärken liegen bei diesem Modell in der Wendigkeit und der einfachen Handhabung. Trotzdem können mit diesem Modell, auch mit noch bezahlbarem Equipment, ordentliche Flugleistungen erzielt werden. Obwohl die Flugeigenschaften als unkritisch angesehen werden können, ist die F 18 kein Anfängermodell. Denn bedingt durch ihre Größe, ist die Fluglageerkennung bei größeren Entfernungen, die sehr schnell erreicht werden, sehr schwierig.

Nachtrag:
Leider hat sich am letzten schönen Flugtag der Saison, das Auslöseseil beim Start in den Tailerons verfangen, so dass für einige Sekunden nur noch Fesselflug mit anschließendem Einschlag möglich war. Zum Glück war der Schaden nicht all zu Groß, so dass das Modell wieder repariert werden konnte. Mittlerweise steht (oder hängt) sie wieder einsatzbereit im Keller und wartet schon auf besseres Wetter.